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Das neue Vorstandsteam hat sich bewährt

28. Februar 2018

Musikverein Windschläg setzt auf die Jugend - Generalversammlung

Neue Konzepte für Veranstaltungen und gleichzeitige Rückbesinnung auf das "Kerngeschäft" Musik kennzeichneten die Jahreshauptversammlung des Musikvereins Windschläger am Dienstag. Wie gewohnt, beeindruckte der Verein mit seiner intensiven und erfolgreichen Jugendarbeit.

Im vergangenen Jahr gab es nicht nur Neuwahlen, sondern neue Strukturen für die Vorstandschaft und den Verwaltungsrat. Statt eines Ersten Vorsitzenden gibt es nun drei Personen, die den Verein führen. Mareike Jockers ist für Jugend und Musik, Manuel Goos für Veranstaltungen und Thomas Ebert für die Finanzen zuständig.

Mareike Jockers leitete die Versammlung und konnte in ihrem Bericht durchweg Positives vermelden. So konnte die große Kapelle 23 Auftritte verzeichnen. Dabei waren das Osterkonzert und das Adventskonzert die besonderen Höhepunkte.

Die Jugendkapelle und die Bläserklassen konnten sich zehn Mal öffentlich vorstellen.

Dirigent Ralf Breßlein war mit seinen Musikern zufrieden. Bei den 48 Proben im vergangenen Jahr sei ein durchschnittlicher Besuch von 73% erreicht worden. Hier gebe es noch Luft nach oben. Um von der Schulnote befriedigend auf gut aufzusteigen, sollten 80% erreicht werden. Mit nur einer Fehlprobe war Johanna Friedman die fleißigste Musikerin, gefolgt von Fabian und Martin Ockenfuß mit je zwei Fehlproben. Bei den Registern gewannen die Posaunen mit 89- prozentigem Besuch, während die Saxophone sich den zweiten Platz mit den Schlagzeugern (83%) teilten.

Ralf Breßlein hofft, dass in diesem Jahr wieder das Osterkonzert ein musikalischer Höhepunkt wird. Das von ihm ausgewählte Motto Zirkus bietet hierzu reichhaltiges musikalisches Material.

Hochzufrieden mit der Jugendkapelle, den Bläserklassen und der Kooperation mit der Sommerfeldschule zeigte sich Jugenddirigent Ralf Kretschmann. Probenfleiß zeigten die Mitglieder der Jugendkapelle, die in 36 Proben 81% Anwesenheit zu verzeichnen hatten. Schon bei der Weihnachtsfeier waren die treuesten Besucher entsprechend geehrt worden. 34 Musikerinnen und Musiker gehören der Jugendkapelle an. 21 davon spielen gleichzeitig in der großen Kapelle. Fünf Abgängen standen acht Neuzugänge gegenüber.

Die Teilnahme bei der Großveranstaltung Euro Musique Festival im Europapark war für die jungen Musiker Höhepunkt des Jahres 2017.

Auch für 2018 können sich die Jungmusiker wieder auf einen tollen Auftritt freuen. Vor wenigen Tagen ging die Einladung zur Veranstaltung "Klingende Mainau" am 1. Juli ein.

Neben den Bläserklassen wurde in Kooperation mit der Sommerfeld schule im vergangenen Jahr mit den Musikkids der zweiten Klasse eine Flötengruppe gegründet, an der zwölf Kinder teilnehmen. Schon in der ersten Klasse wird Blockflöte gespielt. Die Instrumente hatte der Förderverein der Schule gestiftet.

Ein Spiegelbild der erfolgreichen Jugendarbeit war der Bericht der Jugendleiterinnen Stefanie Knapp und Isabell Koch. Sie konnten von 37 Musikern in Ausbildung berichten. Neun Ausbilder hatten 2017 1230 Unterrichtseinheiten geleistet, was 920 Zeitstunden entspricht. Musikalisch waren die jungen Musiker beim Osterkonzert, beim Radler - und Wanderertreff am 1. Mai, an zwei Vorspielnachmittagen und im Europapark präsent. Auch das Kürbisfest und den Martinsumzug haben sie musikalisch begleitet. Angesichts der erfolgreichen Kooperation mit der Schule war es selbstverständlich, dass ein aus allen Bläserklassen gebildetes Ensemble bei der Amtseinführung von Rektorin Bettina Deutscher aufspielte.

Spaß und Geselligkeit war beim Hüttenwochenende der Jungmusiker großgeschrieben.

Manuel Goos nahm als Vorstand für den Bereich Veranstaltungen ausführlich zum neuen Konzept des Vereins Stellung. Seit 2017 hat man die großen Feste, insbesondere das Kürbisfest, deutlich reduziert, da der Ertrag dieser Feste im Vergleich zum personellen und finanziellen Einsatz in keinem vernünftigen Verhältnis mehr stand. Mit dem kleineren Programm bei Festen habe man den Gewinnanteil von 43 auf 71% steigern können. Im Zuge der Änderungen wurde auch die Gesellschaft des bürgerlichen Recht es für Veranstaltungen aufgelöst. Großen Beifall, Dank und einen Geschenkkorb gab es für Raimar Menzer, der sich als Gesellschafter ahrelang vorbildlich engagiert hatte.

Nachdem zunächst viel Kritik wegen der Aufgabe des klassischen Kürbisfestes zu hören war, zeigte man inzwischen Verständnis, zumal auch andere Vereine ähnliche Wege bei der Abhaltung ihrer Veranstaltungen gehen mussten.

Dies betonte auch Ortsvorsteher Ludwig Gütle, der die Entlastung der Vorstandschaft vornahm. Angesichts einer grundsoliden Kassenführung, die Thomas Ebert als Vorstand Finanzen in seinem Bericht nachgewiesen hatte, und der positiven weiteren Berichte wurde die Entlastung der Vorständen einstimmig erteilt.

Ludwig Gütle versäumte es nicht, dem Verein für sein großes Engagement im Dorf zu danken. Besonders stellte er die Jugendarbeit heraus und zeigte sich erfreut, dass die Zusammenarbeit mit der Schule am Ort ein Erfolgsmodell ist.

Am Ende der Veranstaltung galt der Dank der Verantwortlichen den Musikern, den Dirigenten, dem Verwaltungsrat und allen, die den Verein unterstützen. Besonders hervorgehoben wurde die Tatsache, dass der bisherige Vorsitzende Joachim Huber nach wie vor uneingeschränkt mit Rat und Tat dem neuen Vorstand zur Seite steht und ihm das erste Jahr ihre Arbeit maßgeblich erleichtert hatte.

Am Ende der Versammlung war zu spüren, dass das neue Vereinskonzept ankommt. Auf gute Blasmusik darf man sich in Windschläg natürlich weiterhin freuen. Schon am 1. April gibt es das Osterkonzert in der Festhalle, auf das sich die Kapellen bereits intensiv vorbereiten.

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