Linus Lehmann dirigierte zum ersten Mal in Windschläg – begeistertes Publikum

“Im Advent wird jede Melodie zu einem warmen Licht im Herzen. Wenn leise Klänge den Raum erfüllen, hält die Zeit für einen Augenblick den Atem an.“ Mit diesem Zitat begann Julia Kretschmann ihre Begrüßung und die hintergründige und einfühlsame Moderation des Konzertes am Abend des zweiten Advent. Das Orchester wurde diesem Motto mehr als nur gerecht. Neben den leisen Tönen waren auch kraftvolle und lautstarke Stücke zu hören, die aber ebenfalls eine festliche Stimmung vermittelten.

Den Titel des ersten vorgetragenen Stückes „Winds of Change“ von Randall D. Stanridge nahm Julia Kretschmann zum Anlass, dem heimischen Publikum den neuen Dirigenten vorzustellen:

„Linus Lehmann hat im September die Leitung des Orchesters übernommen. Als jüngster Bewerber hat er mit seinen musikalischen, pädagogischen und menschlichen Kompetenzen auf ganzer Linie überzeugt. Sein Instrument ist die Querflöte. Außerdem spielt er noch Alt-Saxofon, Tenor- und Baritonsaxofon, Klarinette und Klavier. Diese Talente will er auch im Beruf nutzen. Er studiert Musik und Mathematik auf Lehramt.“

Der 22 Jahre junge Dirigent zeigte schon beim ersten Stück sein Können, war es ihm doch gelungen, den Musikern für schwierige Passagen ihr ganzes Können herauszuholen und zu Gehör zu bringen. Beeindruckend waren hier die Solopassagen von Sina Kretschmann mit der Querflöte.

„The Cream of Clapton“,  arrangiert von Ron Sebregts, stand anschließend auf dem Programm. Dabei holten die Musiker mit den drei legendären Balladen “Wonderful Tonight”, “Layla” und “Tears in Heaven” das “Clapton-Feeling” nach Windschläg.

Danach brachte das sehr ruhige und meditative Musikstück „Momentum“ von Thomas Doss eine kleine Auszeit von Hast und Unruhe.

Dass sogar eine Polka zu einem kirchlichen Benefizkonzert im Advent passt, stellte das Orchester anschließend unter Beweis. Die moderne Polka “Zeitlos” von Martin Scharnagl wurde melancholisch, weich, theatralisch, impulsiv und lyrisch zugleich vorgetragen.

Vorweihnachtlich und besinnlich kam die Adventsfantasie „Mentis“ vonThiemo Kraas zur Aufführung. “Maria durch ein Dornwald ging” und “Macht hoch die Tür” waren die darin bearbeiteten Lieder.

Drei der bekanntesten Nr. 1 – Hits des Superstars Adele waren in einem Medley mit „Rolling in the Deep“,“Someone Like You“ und „Set Fire to the Rain“ am Ende des Konzertes ein musikalischer Höhepunkt. Nicht nur dafür, sondern für das gesamte Konzert bedankten sich die zahlreichen Besucher lautstark mit stehendem Applaus.

Mit  “All I want for Christmas is you”. „Alles, was ich mir zu Weihnachten wünsche, bist du“ wurde in der Zugabe an die Botschaft der Liebe erinnert.

Am Ende des Konzertes wurden Spenden für den Förderverein Neurokinder Uniklinik Freiburg e.V. gesammelt. Elfi – Katrin Schrempp vom Vorstandsteam des Vereines war zusammen mit Susanne Zapf zum Konzert gekommen. Sie stellte die Aufgaben des Vereines vor und berichtete über die vielfältigen Gründe für Hirn-, Muskel- oder Nervenerkrankungen bei Kindern. Mit vielen ehrenamtlichen Leistungen, Anschaffungen und Programmen hilft man seit 20 Jahren den betroffenen Kindern und den Familien. „Jeder gespendete Euro kommt an und bringt den Betroffenen Hilfe“, betonte sie.

Am Ende des Konzertes dankte Julia Kretschmann allen, die zum Gelingen in irgendeiner Weise beigetragen hatten. Vorab galt dieser Dank auch dem Publikum für die Spenden, über deren Übergabe wir berichten werden.

Viel Beifall bekamen Dirigent Linus Lehmann und Windschlägs Musiker beim adventlichen Benefizkonzert am 2. Advent.

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