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Manegenzauber mit Musik

04. April 2018

Osterkonzert des Musikvereins Windschläg

Das 44. Osterkonzert des Musikvereins Windschläg stand unter dem Motto "Willkommen im Zirkus". Bei stimmungsvoller Dekoration und prächtiger Umrahmung wurde das Konzert durch die hervorragenden Leistungen der Jugendkapelle und des Blasorchesters in der vollbesetzten Festhalle zu einem großen Erfolg.

Gleich zu Beginn setzte die Jugendkapelle die richtigen Akzente: Mit dem "Circus March" wurden die Zuhörer gleich mit Pfeifen, Peitschenknallen und rhythmischem Stampfen in die richtige Stimmung versetzt. "Musik ist gelebtes Gefühl", hatte Vorstandsmitglied Mareike Jockers in ihrer Begrüßung zu Recht festgestellt.

"Begegnungen mit Elefanten waren nicht auszuschließen" hatten wir schon in der Ankündigung des Konzertes bemerkt: Mit dem "Baby Elefant Walk" zeigten die jungen Musiker erneut eine brillante Leistung. Der "Tiger Rag" rundete den Auftritt der Jugendkapelle ab. Auf die nachdrücklich geforderte Zugabe war Dirigent Ralf Kretschmann natürlich vorbereitet. Mit "Grand Galop" hatte er einen weiteren Zirkusmarsch ins Programm genommen.

Die große Kapelle eröffnete ihren Auftritt passend mit dem bekannten "Einzug der Gladiatoren". Die folgende "Procession of the Sorcerers" ließ die Magier im Nebel einmarschieren. Musikalisch durften hierbei die Register diesen Marsch akustisch anschaulich machen.

Die Operette Zirkusprinzessin von Emmerich Kalman lieferte den Stoff für einige Melodien. Dabei konnten Irrungen und Wirrungen um falsche und echte Prinzen und Adelige musikalisch umgesetzt werden.

Nach einer Pause und Ehrungen (wir berichten gesondert) ein Höhepunkt des Konzertes: "A Day at the Circus" stand auf dem Programm. Moderator Tobias Blos, der wie gewohnt hintergründig und zielsicher durch das Programm führte, lief dabei als Zirkusdirektor zur Höchstform auf. In Frack und Zylinder kommentierte er den Einmarsch, die Akrobaten, die Clowns, die lebende Kanonenkugel, die Bären, Robben, Tiger und andere Zirkustiere der gesamten Menagerie. Alle diese einzelne Elemente wurden von den Musikerinnen und Musikern passgenau und stimmungsvoll betont umgesetzt. Der Abschluss dieses wunderbaren Stücks hieß "Großes Finale", das freilich noch nicht angesagt war.

Ein weiteres Glanzstück war "Send in the Clowns". Die Spaßmacher sind oft für ihre Melancholie bekannt, mussten sie doch, wie Tobias Blos erklärte, oft nur als Pausenfüller oder bei Pannen das Publikum erheitern und ablenken. Mit einem unglaublich gefühlvollen und gekonnt vorgetragenen Solo auf dem Sopransaxophon konnte Ralf Kretschmann Gänsehautbefühle auslösen.

Der bekannte "Cirque du Soleil" schrieb Zirkusgeschichte, indem er, als der Tierschutzgedanke immer mehr Platz griff, Akrobatik, Tanz und Show in den Vordergrund stellte. Besonders wichtig war in diesem neuen Zirkus die Musik, die die Manegen beinahe in Musicaltheater verwandelt hat. Im gleichnamigen Stück konnten die Blasmusiker unter Ralf Breßlein diese neue Zirkuswelt gekonnt umsetzen.

Der Ohrwurm schlechthin für Zirkuskapellen ist das Stück "Erinnerungen an Zirkus Renz". Hier steht das bekannte Solo auf dem Xylophon im Mittelpunkt. Mit Fabian Ockenfuß hatte sich ein sechzehnjähriger Jungmusiker an diese große Aufgabe gewagt und sie mit Bravour bestanden. Den dankbaren und stürmischen Applaus des Publikums wird er sicherlich nicht vergessen.

Einen vorläufigen Abschluss fand das Konzert mit "Circus on Tour" - hier wurde nochmals klar, dass Musik die stärkste Art der Magie ist.

Als Zugabe gab es den flott gespielten "Circus Cancan" zu hören. Um die Vielfalt der Fähigkeiten zu unterstreichen, hatte Ralf Breßlein noch eine Polka mit dem Titel "Böhmischer Zauber" aufs Programm gesetzt.

Am Ende galt der Dank von Mareike Jockers allen Akteuren, besonders den beiden "Dompteuren Ralf und Ralf", den Sponsoren, dem Männergesangverein für die Bewirtung und allen, die zum Gelingen des Abends beigetragen hatten. Glanzleistungen hatte auch das Dekoteam unter Fabian Fehrenbach vollbracht. Ein Zirkuskassenhäuschen, Löwen- und Tigerkäfige, Zirkustiere und Artisten schmückten die Halle ebenso wie stimmungsvolle Beleuchtungselemente.

Entspannte und erleichterte Musiker und Zuhörer blieben nach dem Konzert noch lange gemütlich beisammen.

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